„Goethe: Faust I“

Kommentierte Darbietung
mit Michael Quast und Philipp Mosetter

Mostetter Quast

 

Eine große Goethe- und Faust-Belustigung. Quast und Mosetter erfüllen damit den sehnlichen Wunsch gebildeter Menschen, sich über Bildungsinhalte unbekümmert lustig machen zu dürfen, ohne unters gebotene Niveau zu rutschen. Diese Inszenierung ist unangreifbar.
Frankfurter Rundschau

Ein abgrundtiefer Blick auf das deutsche Nationalepos, den keine andere Inszenierung leisten kann. Goethe hat nicht nur viel geschrieben, sondern auch viel verbrannt. Er selbst berichtet von mehreren Autodafés im Laufe seines Lebens. FAUST I ist erhalten geblieben. Herr Quast und Herr Mosetter fragen: Wie konnte das passieren? „Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust…“ Goethe selbst hat im Text verankert, daß nur zwei Darsteller vorgesehen sind. Auf der Bühne daher: Herr Quast, der Meister der multiplen Rollengestaltung, zuständig für Personal und Geräuschkulisse (allein im Osterspaziergang sind das 19 Rollen), und Herr Mosetter, der Meister der Fußnote, zuständig für Subtext und Bühnenbild.

FAUST I ist das Schlachtfeld für den Kampf zwischen Herrn Quast (der immer strebend sich bemüht) und Herrn Mosetter (dem Geist, der stets verneint) unter Hinzu-ziehung der Psychoanalyse, der Quantentheorie und der Kunst, Papierflieger zu falten.

„Gebt Ihr ein Stück, so gebt es gleich in Stücken!
Solch ein Ragout, es muß Euch glücken!“

Philipp Mosetter war von 1976 bis 1982 mit dem Karl Napp's Chaos Theater aus Frankfurt auf Tournee. Er ist als Texter und Konzeptionist für verschiedene Werbeagenturen in Deutschland und Österreich tätig und hat Lehraufträge an der FH Darmstadt und an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien inne. 1989 Gründung des monolithischen Theaters mit den Stücken (d.h. Soloprogrammen) „Der Roman“, „Unter Glücklichen“, „Der panische Ton“ und „z.B. Mittwoch“. Im Goethejahr 1999 realisiert er zusammen mit Michael Quast „Goethe: Faust I. Kommentierte Darbietung“, im Schillerjahr 2005 in gleicher Besetzung „Schiller - Verrat, Verrat und hinten scheint die Sonne“, eine Produktion für die Internationalen Schillertage am Nationaltheater Manheim. 1981 Deutscher Kleinkunstpreis, 1987 Badischer Kleinkunstpreis.

Mostetter Quast

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