Cyrano de Bergerac –

„Ich schreibe Ihnen mit rohem Blut

Michael Quast liest Briefe von Cyrano de Bergerac

  • Britta Schwarz (Alt) und  Stefan Maass (Barocklaute) singen und spielen „Airs de cour“ von Michel Lamber

Es muß nicht immer Gerard Depardieu sein. Der Schauspieler und Kabarettist Michael Quast hat sich schon in seinen Soloprogrammen der schillernden Figur des Cyrano de Bergerac anverwandelt. Nun läßt Quast den historischen Cyrano (1619 – 1655) selbst zu Wort kommen.

Dieser wurde von seinen Zeitgenossen geschätzt und gefürchtet – als Raufbold, Schürzenjäger und Satiriker, als Science fiction-Autor („Die Reise zum Mond“) und vor allem als begnadeter Briefeschreiber! Da gibt es Erstaunliches nachzulesen: berauschende Naturbeschreibungen, wüste Beschimpfungen und leidenschaftliche Liebesbriefe, die uns inspirieren und erschrecken können. Michael Quast bringt mit der Lesung „Ich schreibe Ihnen mit rohem Blut“ ein temperamentvolles und einfühlsames Portrait des barocken Haudegens, streitlustigen Dichters, erbarmungslosen Satirikers und glühenden Liebhabers Cyrano de Bergerac.

Britta Schwarz und Stefan Maass begleiten die Lesung mit den „Airs de cour“ des „Maitre des musique de la chambre du roi“ Michel Lambert (1610-1696), der in Versailles an der Seite Lullys arbeitete und dessen Musik Cyrano selbst gekannt haben wird.


Britta Schwarz
wurde in Neubrandenburg geboren, studierte in Berlin bei Christa Niko und wechselte dann zu Christian Elßner und Hartmut Zabel nach Dresden, wo sie am Studio der Dresdner Staatsoper engagiert war.

Sie errang Preise bei internationalen Wettbewerben und arbeitete seither unter Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Helmuth Rilling, Bruno Weil, Marek Janowski und Peter Schreier. Seit vielen Jahren widmet sie sich intensiv der Barockmusik. Dies führte zu Begegnungen mit Ensembles wie dem Freiburger Barockorchester, Cantus Cölln und Musica Antiqua Köln, der Akademie für Alte Musik Berlin und dem Rias Kammerchor sowie mit renommierten Musikern wie Reinhard Göbel, Marcus Creed, Gustav Leonhardt und Ludger Remy. Konzerte und Liederabende führten sie in fast alle europäischen Länder, nach Kanada, Japan und in die USA. Sie trat u.a. beim Festival für Alte Musik Utrecht, bei den Dresdener Musikfestspielen, beim MDR-Musiksommer und dem Rheingau Musikfestival auf.

CD-Einspielungen erschienen bei den Labels Berlin Classics, CPO, Carus, Raumklang und Kammerton. Britta Schwarz unterrichtet an der Dresdner Musikhochschule.

Stefan Maass,
1960 in Berlin geboren, studierte von 1980 bis 1984 klassische Gitarre bei Prof. Inge Wilcock an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin. 1988 erhielt er ein Stipendium des Deutschen Musikrates. Bis 1993 absolvierte er ein Lautenstudium bei Prof. Konrad Junghänel an der Rheinischen Musikhochschule Köln. Er hat sich auf die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts spezialisiert - solistisch und im Continuospiel. Stefan Maass ist Mitbegründer und bis heute einer der Leiter der Batzdorfer Hofkapelle, die 1993 auf Schloß Batzdorf bei Meißen ins Leben gerufen wurde. Bei den Batzdorfer Barockfestspielen, die seit 1993 jährlich im August stattfinden, ist er einer der künstlerischen Leiter. Mit der Batzdorfer Hofkapelle hat er mehrere eigene Produktionen von barocken Kammeropern auf die Bühne gebracht.

Neben Gastverträgen u.a. an den Opernhäusern in Essen, Wiesbaden und Stuttgart spielte er bei Gastspielen und in Konzerten in den USA, Rußland, Schweden, der Schweiz, Portugal, Spanien und Frankreich. Im März 2000 erhielt Stefan Maass den Arras- Preis für Kunst und Kultur in Dresden.

Cyrano

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